Außer der Reihe: Three for All im englischen Radio | Abschied von Sonny Rollins | Konzert am 5. Juni
Außer der Reihe: Am Sonntag um 16 Uhr läuft "Three for All" bei Cambridge 105 in der Sendung „Jazz Today" – ein Album zwischen Hardbop, Calypso und freier Improvisation. Dazu ein persönlicher Abschied von Sonny Rollins, dem Saxofon-Giganten, dessen Pause auf der Williamsburg Bridge und das Comeback-Album „The Bridge" bis heute nachwirken. Und: Das nächste Konzert mit dem Uli Partheil Quartet am 5. Juni in Reichelsheim. Jetzt im Newsletter-Beitrag lesen.

Hallo Ihr Lieben,
heute einmal ein Newsletter außer der Reihe.
🎙️ Three for All im englischen Radio
Wer am Sonntag Lust auf etwas Jazz hat – und wem es draußen vielleicht ohnehin zu heiß ist:
Am Sonntag um 16:00 Uhr (UK-Zeit) läuft ein Titel aus meinem Album „Three for All" beim englischen Jazzsender Cambridge 105 in der Sendung „Jazz Today", moderiert von Pete Butchers.
Live hören:
cambridge105.co.uk/shows/jazz-today
Verpasst? Einen Tag später als Stream-on-Demand:
cambridge105.co.uk/ondemand
Mehr zum Album: jazzulli.de/projects/three-for-all
Ich freue mich, wenn Ihr reinhört.
🎷 Album „Three for All" kaufen
Wenn Euch der Radiotitel gefällt: Das komplette Album „Three for All" gibt es im Shop als MP3, WAV, M4A oder als physische CD.
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🎷 Abschied von Sonny Rollins (1930–2026)
Am 25. Mai ist einer der größten Saxophonisten der Jazzgeschichte von uns gegangen: Sonny Rollins, geboren am 7. September 1930 in New York City, gestorben am 25. Mai 2026 in Woodstock, New York.

Die freiwillige Auszeit
Ende der 1950er Jahre war Rollins längst ein Star unter den Tenorsaxophonisten des modernen Jazz. Trotzdem entschied er sich überraschend, eine Pause einzulegen – einfach, weil er mit seinem eigenen Spiel nicht zufrieden war und das Gefühl hatte, musikalisch noch nicht dort angekommen zu sein, wo er hinwollte.
Das Üben auf der Williamsburg Bridge
Da er in seiner Wohnung nicht laut genug üben konnte, fand Rollins eine ungewöhnliche Lösung: Er fing an, auf der Williamsburg Bridge in New York zu spielen. Stundenlang, oft täglich – bei Wind, Kälte und Verkehrslärm. Die Brücke wurde für ihn zu einem Ort der Konzentration, Disziplin und einer Art spiritueller Entwicklung.
Die Rückkehr mit „The Bridge"
1962 meldete er sich mit dem Album „The Bridge" zurück. Zusammen mit Jim Hall (Gitarre), Bob Cranshaw (Bass) und Ben Riley (Schlagzeug) entstand ein transparenter, offener Sound mit viel Platz für melodische Ideen.
Warum das Album besonders ist
„The Bridge" gilt heute als eines der wichtigsten Jazzalben der frühen 1960er Jahre. Es verbindet lyrische Balladen, harmonische Offenheit und Rollins' unverwechselbaren Improvisationsstil. Besonders die Zusammenarbeit mit Jim Hall sorgt für die intime Atmosphäre der Aufnahme.
Was bleibt
Rollins' Geschichte zeigt, dass auch große Künstler an sich zweifeln und nach Inspiration suchen. Anstatt einfach weiterzumachen, hat er sich für einen mutigen Schritt entschieden: zurückziehen, intensiv üben, viel über sich selbst nachdenken. Genau daraus ist eines seiner wichtigsten Werke entstanden – und ein Bild, das längst zur Jazzgeschichte gehört: der Mann mit dem Saxophon auf der Brücke.
Danke, Sonny.
🎵 Nächstes Konzert – Uli Partheil Quartet
Am Freitag, 5. Juni 2026 um 19:00 Uhr spiele ich mit dem Uli Partheil Quartet auf dem wunderschönen Gesäßhof in Reichelsheim/Gumpen.
Entspannt fließender Jazz mit brasilianischen Einflüssen, neuen Kompositionen und viel Raum für musikalische Begegnungen.
Besetzung:
- Uli Partheil – Rhodes
- Ulli Jünemann – Altsaxophon
- Ralf Cetto – Bass
- Angela Frontera – Drums & Percussion
📍 Gesäßhof, 64385 Reichelsheim / Gumpen
🎟️ Eintritt frei – Spenden willkommen
Bei schönem Wetter findet das Konzert draußen statt.
Vielleicht sehen wir uns dort.
Herzliche Grüße
Ulli Jünemann
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Warum JazzPRESS über Darmstadt berichtet – und weshalb Erfahrung und junge Energie zusammengehören
Das polnische Magazin JazzPRESS berichtet über „Tribute to Jan Ptaszyn Wróblewski" im Jazzinstitut Darmstadt – über zwei ausverkaufte Abende, die Band REBIRTH und den Austausch zwischen den Generationen.

Der Konzertfilm ist online – ein Dokument deutsch-polnischer Jazzbegegnungen
Manche Konzertfilme halten einen gelungenen Abend fest. Andere erzählen eine Geschichte. Der neue Film von Andy Sikora über das Projekt „Tribute to Jan Ptaszyn Wróblewski“ im Rahmen des DAZZ-Festivals in Darmstadt dokumentiert nicht nur zwei Konzerte, sondern drei intensive Tage gemeinsamer musikalischer Arbeit zwischen jungen polnischen Musikern und erfahrenen Jazzmusikern aus Deutschland.
Musik entdecken
City Nights
2025Internationales Organ Jazz Quartet mit Hammond B3, Gitarre, Drums und Altsaxophon.
Three for All
2025Trio ohne Bass oder Drums – Saxophon, Piano und Gitarre in purem Dialog.
Boo Hoo
20125★ Jazzthing – „Starker Bezug auf Bop und Blues, moderne Klangsprache mit Kanten und Brüchen.“ Mit Adam Nussbaum & Jay Anderson.


